hallraum
Notizen zu Nachhall, Raumakustik und Feldaufnahmen

Über dieses Notizbuch

hallraum ist ein privates Notizbuch. Es entstand, weil ich beim Aufnehmen immer wieder dieselben Dinge vergessen habe: wie ich beim letzten Mal gemessen hatte, welcher Wert wo herauskam, warum ein Ort anders klang als erwartet. Irgendwann war es einfacher, es aufzuschreiben.

Wie es angefangen hat

Am Anfang stand kein akustisches Interesse, sondern ein praktisches Ärgernis. Ich hatte in einem Kellerraum Sprachaufnahmen gemacht, die unbrauchbar waren — nicht zu laut, nicht zu leise, nur merkwürdig verwaschen. Beim Versuch herauszufinden, woran das lag, bin ich über den Begriff Nachhallzeit gestolpert und darüber, dass man sie mit einfachen Mitteln messen kann.

Die erste eigene Messung war eine Enttäuschung im besten Sinne: Der Kellerraum hatte einen völlig unauffälligen Wert. Das Problem lag an einer einzigen harten, parallelen Wandfläche direkt neben dem Mikrofon — eine frühe Reflexion, die den Klang ruiniert, ohne den Mittelwert zu verändern. Seitdem misstraue ich Einzelzahlen, auch meinen eigenen.

Was hier passiert

Was hier nicht passiert

Zur Genauigkeit

Ich halte mich an eine einfache Regel: Was ich nicht aus der Rohdatei nachrechnen kann, kommt nicht auf die Seite. Das klingt selbstverständlich, führt aber dazu, dass etwa ein halbes Jahr an frühen Aufnahmen bis heute unveröffentlicht ist — ich kann die damaligen Messbedingungen nicht mehr sauber rekonstruieren.

Lieber eine Lücke im Notizbuch als eine Zahl, hinter der nichts steht.

Korrekturen

Wenn Ihnen ein Fehler auffällt — ein Rechenfehler, eine falsch benannte Größe, ein Trugschluss — schreiben Sie mir bitte. Korrekturen an veröffentlichten Notizen kennzeichne ich am Ende der jeweiligen Notiz mit Datum, statt den ursprünglichen Text stillschweigend zu ändern. Die Kontaktseite nennt die Adresse.